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«In der Pilotenkanzel der Tupolew spricht niemand mehr. Die Augen sind auf den Horizont gerichtet. Die Sicht ist gut, die Besatzung sieht die Silhouette der DHL-Boeing mit rasender Geschwindigkeit unausweichlich auf sich zufliegen. Der Pilot versucht ein allerletztes Manöver und zieht am Steuerknüppel, damit das Flugzeug wieder steigt. Zu spät. Eine Sekunde später kommt es zur Kollision. Es ist 23 Uhr 35 Minuten 32 Sekunden.»

 

Ein bewegender Bericht über eine schreckliche Tragödie aus heiterem Himmel. Zwei Jahre lang hat Ariane Perret das Verhalten der Akteure in der Flugzeugkatastrophe von Überlingen analysiert. Sie gelangte an bisher unbekannte Fakten über das Schweizer Flugsicherungsunternehmen Skyguide, die ein neues Licht auf das schreckliche Unglück werfen.

Zudem schildert sie ihre Begegnungen mit Familien, die beim Flugzeugabsturz im Juli 2002 ihre Kinder verloren haben. Dabei kommt die Schweiz schlecht weg. «Die Tragödie von Überlingen», schreibt sie in ihrem Buch, «hat die Unfähigkeit der Schweiz gezeigt, mit dem Herzen zu sprechen».

Ariane Perret arbeitete vier Jahre lang als Journalistin für das Westschweizer Fernsehen TSR und gehört zu den grossen Reportern der Romandie. Bekannt wurde sie mit ihren eindrücklichen Reportagen über den Krieg in Afghanistan. In den 1990er Jahren hielt sich Ariane Perret, die in Genf internationale Beziehungen studiert hatte, mehrmals längere Zeit in Russland und in Zentralasien auf, «um den Zerfall der Sowjetunion besser zu verstehen» und die Konflikte im Kaukasus vor Ort zu analysieren.

 

 
© 2008 Kollision aus heiterem Himmel
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